Stromkästen, Verteilerkasten , Trafo Haus, Pumpenhaus,
Es fing an, mit der Anfrage, ob ich im schönem, niederrheinischem Städtchen Moers die Stromkästen verschönern könnte. Ich habe es immer vor mir her geschoben, denn das war ist ja wieder eine ganz andere Baustelle. Wie grundiert man, wie fixiert man, und dann noch sooo klein zu malen, bin ich ja gar nicht gewöhnt. Durch Covid hatte ich dann im Herbst eine große Lücke, und habe mit den Kästen angefangen. Und siehe da, es hat mir mega Spaß gemacht!
Sehr wichtig: Die Anfrage kam NICHT von der Stadt Moers, sondern von der ISG Moers —einer Werbegemeinschaft, die ehrenamtlich arbeitet. https://www.isg-moers.de/ Besonders hervor zu heben ist der Geschäftsführer, Achim Reps, der ungefähr 8 Stunden am Tag eine ehrenamtliche, und undankbare Aufgabe erfüllt ….von solchen Menschen lebt unsere Gesellschaft
- Bild –Enten, ein Kasten direkt neben dem Moersbach . Enten sind eine Freude der Anwohner, aber man darf sie nicht zu-füttern, das kann man nicht genug predigen!
- Bild – Fiddler, direk an dem beliebtem, irischem Pubhttps://fiddlers-moers.com/ (auf dem Titelbild der Homepage ist mein Kasten noch nicht bemalt :-))
- Bild Galerie Peschkenhaus , ein trompe l’oeil, auch nur von einem Punkt zu erkennen, eigentlich nichts für eilige Passanten
- Amsel mit ISG Tüte –direkt am Eingang zum Schloßpark
Dieser Zwerg ist auf einem Elektroverteiler auf der Fieselstraße zu finden, genau am Pumpeneck. Er soll einen Hinweis geben auf die „Zwergengasse“, welche von vielen Touristen verzweifelt gesucht wird. Nur 10 Meter links von diesem Kasten befindet sich ein Torbogen, dort geht es hinein zu der Brandgasse, in der eine Balkon Umrandung mit Zwergenfiguren zu finden ist. Der Hausbesitzer Anton Moderski, von Beruf Maurer und Stukateur, gestaltete sie 1920 .
Die Zwergengasse ist selbstverständlich ein Ziel der Stadtführungen —aber auch meine Stromkästen wurden in das Programm aufgenommen. Selber bekomme ich immer noch viel positives Feedback von Passanten –die Kästen fallen den eiligen Einkäufern nicht sofort ins Auge, aber für ruhigere Besucher sind sie beliebte Schmuckstücke.https://www.youtube.com/watch?v=ic_C3UPdZQ8
Haagstraße Ecke Meerstraaße, direkt vor der Evangelischen Stadtkirche, befindet sich dieser Verteilerkasten. Ich griff das Denkmal „Hektors Abschied“ auf, welches gar nicht weit entfernt im Schloßpark steht. Das Denkmal zeigt Hektor, vor seinem Einsatz im trojanischem Krieg. Er verabschiedet sich von seiner Frau Andromache und seinem Sohn Astyanax. Er sollte auch nicht zurück kehren, da er Achill im Zweikampf unterliegt.
Meine Meinung dazu ist natürlich, daß es völlig unverständlich ist. Wieso läßt seine Frau mit einem Baby alleine, um so etwas Schreckliches und Sinnloses wie einen Krieg mit zu machen.
„Mein Eichhörnchen“ –hier habe ich tatsächlich mein persönliches Balkon – Hörnchen verewigt. Die Natur Darstellungen sollen auch zum nahem Schloßpark passen, hier am Hanns-Albeck Platz, nahe beim Café Lyzeum
Diese 3 Stromkästen stehen Ecke Hagstraße,, Richtung Amtsgericht Moers. Ebenso ist das ein Eingang zum Schloßpark. In dem auch Schwäne eine große Rolle spielen –leider wurde ein Schwanenpaar schmerzlich vermißt, aber tatsächlich, genau während ich dort malte, stellte sich Schwanen – Nachwuchs ein.
Die Figur ist Luise Henriette von Oranien, eine sehr schöne Statue, vor dem Schloß Theater. Gestiftet 1904 von Kaiser Wilhelm. Diese Prinzessin wurde durch Erbschaft Besitzerin der Grafschaft Moers und des Schlosses. Trotzdem hat sie laut offiziellen Quellen nie einen Fuß auf Moerser Boden gesetzt. Sie wuchs in Den Haag auf, und nach der Hochzeit mit dem Kurprinzen von Brandenburg zog sie nach Berlin, und man findet in Oranienburg viele Spuren ihres Lebens. (1627 – 1667) Mehr Informationen unter http://schlosspark-moers.de/?page_id=22
Hier auch ein sehr bekannter Moerser,Hanns Dieter Hüsch (* 6. Mai 1925 in Moers; † 6. Dezember 2005 in Werfen) war ein deutscher Kabarettist, Schriftsteller, Kinderbuchautor, Schauspieler, Liedermacher, Synchronsprecher und Rundfunkmoderator.
Mit über 53 Jahren auf deutschsprachigen Kabarettbühnen und 70 eigenen Programmen gilt er als einer der produktivsten sowie erfolgreichsten Vertreter des literarischen Kabaretts im Deutschland des 20. Jahrhunderts. Er war ab 1999 Schirmherr des Kabarettpreises Das Schwarze Schaf. Johannes Rau nannte ihn den „Poeten unter den Kabarettisten. Das war ein Zitat aus :“https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Dieter_H%C3%BCsch
2 schöne , optische Täuschungen. Oder Trompe-l’œil , Augen Täuschung https://de.wikipedia.org/wiki/Trompe-l%E2%80%99%C5%93il beide um die evangelische Stadtkirche in Moers. Das Stromkasten malen macht unerwartet viel Freude, da man sehr viel positives feedback bekommt, nicht nur, über social Media, sondern auch 99 % der Passanten gefällt dies. In Moers habe ich schon meinen persönlichen Fanclub. Es ist so schön, in einer Welt, wo rum-prollen, unsachliches „diskutieren“ , andere beleidigen normal geworden ist —auf soviele, freundliche Menschen zu treffen.
Diese zwei Elektro-Installations Verteiler stehen am Neumarkt.
Sie sind eine Hommage an die Stadttauben.Tauben gelten eigentlich als Symbol für Frieden und Liebe. Doch dieses positive Bild überträgt sich nicht auf unser alltägliches Verhalten gegenüber Stadttauben. Vielmehr leiden die Vögel unter einem schlechten Ruf. Sie werden verscheucht oder sogar absichtlich getötet. Dabei sind Tauben liebenswerte, intelligente und anpassungsfähige Tiere1. Es sind meistens Nachkommen von Brieftauben und Haustauben, die nicht mehr gebraucht wurden, und deshalb ausgesetzt wurden. Deshalb treten sie auch in solch großen Gruppen auf.
Hier am Neumarkt sind sie oft rund um das Denkmal von Friedrich I. zu sehen. Dieses Denkmal wurde 1902 vom Bildhauer Heinrich Baucke gestaltet. Friedrich erbte die Grafschaft Moers von seiner holländischen Mutter Henriette. Mit seiner Herschaft wurde Moers preußisch.